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Schäfers Schere schneidet gut

Mit 93 Jahr bändigt er jedes Haar – Schäfers Schere schneidet gut

Wenn in der Kirchstraße der kleine Blechteller am Haus Nummer 5 im Winde weht, dann weiß in Hallenberg jeder: “Hambachs Hermann” ist im Dienst. Kein Schaufenster keine Allwetter-Spray-Reklame verrät, daß hinter der Tür ohne Klingel wohl einer der dienstältesten Friseure seinem Handwerk nachgeht. Mit 93 Jahren schwingt Hermann Schäfer immer noch Schere und Rasiermesser.

Der kleine, aber freundlich-helle Raum mit Blick auf die Kirche ist alles andere als ein moderner Frisiersalon unserer Tage. Vor dem Wandspiegel steht ein schlichter hölzerner Stuhl. Keine Pump-Hydraulik, kein knautschiges Kunstleder, kein Drehmechanismus. Mit Klemmhalterung und ein paar Handgriffen lässt sich die dazu passende Kopfstütze mühelos anschrauben. Fön, Lockenstab, Trockenhaube, Wickler, Spray oder Haarlack sucht man vergebens. Auf dem kleinen weißen Spülbecken steh die Porzellanschale mit Rasierschaum und Pinsel. Daneben liegen Scheren, Bürsten, Kämme und ein Elektrorasierer aus den Anfängen der Strom-Ara. Rechts ein Fläschen Rasierwasser, links eine rötliche Pulle mit ölverklebten Etikett für den Scherkopf. Der alte Mann mit dem freundlichen Lächeln hängt seinen grau-blauen Kittel an die Garderode und nimmt Platz: “Schauen Sie mal unter Ihren Stuhl, wie alt der ist” schmunzelt er. In altdeutscher Schrift hat der Vater Heinrich Schäfer festgehalten, dass 1899 der ehrwürdige Bischoff Hubertus auf dem Schemel sitzend die Firmung gespendet hat. Damals hat der Friseursalon den Stuhl an die Kirche ausgeliehen “Mein Vater starb mit 43 Jahren. Er war Schneider und Friseur in einer Person. Da war ich gerade mal 12 oder 13 Jahr alt. Tja, was sollte ich machen?” Für den betagten Friseur war es überhaupt keine Frage: Ohne Gesellen- oder Meisterbrief trat er in die Fußstapfen des Verstorbenen. Runde 80 Jahre lang geht er seitdem einem Beruf nach, der für ihn nie eine haarige Sache war. Auch heute noch strahlen seine Augen, wen er an alte Zeiten zurückdenkt. Samstags abends saßen die Fuhrleute oft bis spät in die Nacht bei ihm um sich für zwei Groschen die Bartstoppeln einer arbeitsreichen Woche fortschrappen zu lassen. Das Neuste aus der Stadt erfahr man selbstverständlich bei Hambachs, so der Hausname. Und manche politische Entscheidung wurde hier trotz scharfer Messer und spitzer Scheren sachlich und friedlich diskutiert. “Erst als die Elektrorasierer kamen, wurde es etwas ruhiger” erinnert sich der Hallenberger. Einer seiner beiden Söhne hat ebenfalls das Friseurhandwerk erlernt. “Der ist jetzt drüben in Amerika und hat dort drei Geschäfte am Laufen” berichtet seine 91jährige Ehefrau Maria Schäfer stolz. Auch sie weiß, daß der kleine Laden in Hallenberg nicht mehr das meiste abwirft, aber allemal eine abwechslungsreiche Beschäftigung für ihren Mann ist. “Na, so vier bis fünf Kunden kommen schon noch jeden Tag” wirft Hermann Schäfer vehement ein. Von Somplar, Hesborn, Liesen oder Rengershausen reist die vornehmlich ältere Stammkundschaft an. Und mit fünf Mark sind sie dabei. “Was soll man da mehr Geld abnehmen, mache haben ja doch nicht mehr so viel Haare auf dem Kopf” so der rüstige Rentner. Ohne Brille und mit ruhiger Hand verpasst Hermann Schäfer seinen ausschließlich männlichen Kunden einen sauberen Haarschnitt. Ganz nach alter Vätersitte. Jeder weiß, dass der Hallenberger Figaro morgens ab halb acht parat steht. Und das nach dem Wunsch seiner Stammkunden noch möglichst lange. “Wo sollen wir denn sonst unsere Kränzchen schneiden lassen” (Bericht Thomas Winterberg Westfalenpost 15. Januar 1994)

Platznot: Auf dem Friedhof in Hallenberg wird es eng

Langsam aber sicher wird es eng auf dem Hallenberger Friedhof. Das Platzangebot wird zunehmend geringer und der Zukauf weiterer Flächen erweist sich als schwierig. Das wurde jedenfalls in der jüngsten Ratssitzung deutlich. Nur noch sechs bis maximal neun Jahre könne nachn dem bisherigen Schema verfahren werden, dann ist der Friedhof voll. Und weil bis dahin vermutlich noch keine “Unsterblichkeits-Pille” erfunden sein dürfte, soll die Zeit der “ewigen Ruhe” verkürzt werden. 30 Jahre betrug die Belegzeit bislang, künftig sollen neue Gräber nach 25 Jahren eingeebnet werden. Diese Regelung soll aber nicht rückwirkend, sondern ab sofort bei künftigen Bestattungen gelten. Engere und schmalere Grabstätten fanden keine Gegenliebe. Schließlich will man seinen Verwandten nicht im Nachhinein noch auf die Füße treten. Weiterer Punkt der Nachtragssatzung: Dreiergruften sollen nicht mehr erlaubt werden. Außerdem müssen Abfälle getrennt nach kompostierbaren und sonstigen Stoffen gesammelt werden. Plastikblümchen und PVC-Lilien auf Kränzen sind daher künftig tabu. (Westfalenpost vom 28. Januar 1994)

Vor 20 Jahren:

3. Neujahrsempfang der Stadt Hallenberg

Der Neujahrsempfang stand auch in diesem Jahr wieder im Zeichen der Verleihung der Verdienstmedaille der Stadt Hallenberg. Vor rund 250 Gästen wurden Bruno Völlmecke und die Schwestern des Ordens “Königin der Apostel” aus dem Josefshaus geehrt.

Stefanie Kappen aus Liesen gewinnt in Altenberg

Beim Finale zum Junioren-Weltcup der Rennrodler in Altenberg siegte Stefanie Kappen (BRC Hallenberg) vor Nathalie Geisenberger (RRT Miesbach), die sich damit den Gesamtweltcup der Juniorinnen holte. Nach diesem großen Erfolg wurde Stefanie Kappen vom Junioren-Cheftrainer Reinhard Witter für die Junioren Welt-meisterschaften vom 26. Janaur bis 1. Februar 2004 in Calgary nominiert. Zwei Tage später saß sie zusammen mit der Nationalmannschaft im Flugzeug. Beim Rennen in Calgary konnten sie den 6. Platz belegen.

Vor 10 Jahren:

Neujahrsempfang 2014

Der 13 Neujahrsempfang der Stadt Hallenberg musste aus gegebenen Anlass erstmalig in der Hallenberger Schützenhalle stattfinden. Festredner war der Vorsitzende des Innenausschusses des Deutschen Bundestages Wolfgang Bosbach. Nach dem Rückblick und Ausblick von Bürgermeister Michael Kronauge begeisterten die “Die jungen Trompeter” aus Kerpen.

Sie schreiben Bühnengeschichte

Beim Dreikönigstreffen der Spielschar wurden langjährige Akteure der Freilichtbühne Hallenberg geehrt. Friedhelm Hesse, Arnulf Siepe, Heribert Siepe und Maria Winter wurden vom ersten Vorsitzenden des Verbandes Deutscher Freilichtbühnen Nord Heribert Knecht, mit der Diamantenen Ehrennadel für 50-jährige Mitwirkung ausgezeichnet

Zusammengestellt vom

Förderverein Hallenberg e.V.

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