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Hallenberger Unternehmen sucht Arbeit in Kenia

Vor 80 Jahren

Die Heribert-Kirche in Hallenberg ist von Dompropst Mause, einem Sohn der Stadt, der im Februar starb, mit kostbaren Messgewändern und anderen wertvollen Sachen beschenkt worden. Bombenangriffe auf Wien, Frankfurt, Friedrichshafen und Münster. 98 Flugzeuge werden abgeschossen. Die Sirene heult und über dem Siegelsberg stehen Leuchtkugeln. Am 22.03. Angriff bei Tage in Berlin und nachts in Frankfurt. Welle auf Welle geht über uns her. 24.03.: Das Sauerland bei Meschede ist gefährdet. Der Luftlagebericht gibt stündlich im Radio Auskunft. Große Bündel Lebensmittelkarten sind auf dem Weg von Braunshausen nach Somplar abgeworfen worden. (Chronik der Sophie Wilmsen vom März 1944)

Vor 70 Jahren

Sattler Bäumer legt den Flurläufer und die Matte für 172,50 DM ins Schlafzimmer. Herr Schlüter zahlt statt 50 nun 55 Mark Miete auf unser Konto. Das Schwein, von Ferdinand Groß, wird mit 273 Mark und 2 Mark Versicherung bezahlt. Da Frau Maurer wegen ihres Herzleidens den Posten als Präfektin vom Frauen- und Mütterverein aufgeben möchte, hat man ihn mir angeboten, aber ich lehne ab. Das Haus von Anstreicher Müller und seiner Frau Maria am Langeloh ist gerüstet. Wegen verschiedener aufgetretener Fälle von Tollwut, muss jeder Hundehalter auf sein Tier achten und darf keinen Hund ohne Kette und Maulkorb laufen lassen, andernfalls er erschossen werden darf und der Spaß obendrein noch 100 bis 150 Mark kostet. Die vielen Arbeitslosen haben freiwillig und kostenlos den Außenputz der Wallfahrtskirche abgehauen, den vollständig verfaulten Fußboden entfernt und die nasse Erde darunter ausgegraben. Das Haus von Margret Ante am Urberg ist fertig. (Chronik der Sophie Wilmsen vom März 1954)

Angelika war Zünglein an der Waage –

Hallenbergerin gebar die 600.000 Einwohnerin von Düsseldorf

Der Umstand, dass der Kraftfahrer Karlheinz Waterman sich aus der Stadt der Freilichtspiele, Hallenberg, seine Frau Maria holte, brachte es mit sich, dass nun das erste Kind aus dieser Ehe, Angelika, in der Landeshauptstadt Düsseldorf zu einer sehr gewichtigen Bedeutung kam. Obwohl Angelika bei der Geburt nur knapp 5 Pfund wog, ließ ihr Gewicht das Zünglein an der Bevölkerungsstatistikwaage der Landeshauptstadt über den 600.000 Einwohner-Strich ausschlagen. „Die Zeit“ berichtet in ihrem Länderspiegel unter der Überschrift „Das Jubiläumsbaby“ wie folgt: Angelika Watermann wurde am 3. März in Düsseldorf geboren und wog nicht ganz 5 Pfund. Jetzt wurde offiziell mitgeteilt, dass Angelika außerdem der 600.000 Einwohner Düsseldorfs ist. Deshalb empfing die junge Dame bereits, gewindelt und gewickelt Düsseldorfs Oberbürgermeister Josef Gockeln. Er kam zur Begrüßungsvisite mit einem Sparkassenbuch über 600 DM für Angelika und einem dicken Strauß roter und weißer Nelken mit Seidenband in den Farben der Stadt für die Mutter. „Von heute an steht Angelika unter dem Schutz der Stadt“ versprach Josef Gockeln. Das waren gute Worte für die Eltern, Frau Maria aus Hallenberg in Westfalen und Kraftfahrer Karl-Heinz Watermann von der Bundespost, gebürtig aus Düsseldorf. Ihr erstes Kind nach dreijähriger Ehe ist, wie von den Stadtvätern maßgerecht bestellt, die richtige rheinisch-westfälische Mischung für die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen. (Westfalenpost März 1954)

Vor 60 Jahren

Vor dem Haus stoßen zwei Autos zusammen beim Überholen. Das Café Pöllmann (früher Bäckerei) ist ganz modernisiert worden. Die Schmiede von Maurers wird zum Geschäftslokal für Gärtner Pöllmann umgebaut, weil das Haus Cappel an einen Ungarn verkauft wurde. Die Osternacht war sehr laut und gut geordnet.

(Aus der Chronik der Sophie Wilmsen vom März 1964)

Vor 40 Jahren

Hallenberger Unternehmen sucht Arbeit in Kenia

Der schleppende Baumarkt in der hiesigen Region hat den Hallenberger Unternehmer Fritz Weber bewogen, zusammen mit der Firma Menzel aus Stadtallendorf Ferienhäuser in Kenia zu bauen. Schönes Gelände am Indischen Ozean mit weißem Sandstrand steht zur Verfügung. 42 Ferienhäuser mit individuellen Baustil sollen dort entstehen. Die Grundstücke sind 1400 bis 2000 Quadratmeter groß. Fritz Weber freut sich, dass von den 42 geplanten Häusern schon 16 verkauft sind. Die Häuser werden schlüsselfertig übergeben. Der Kaufpreis liegt bei 88.000 Mark. Zu weiteren Informationen steht Fritz Weber in Hallenberg gern zur Verfügung. (Rundblick und Westfalenpost März 1984)

Man hört im Hallenberger Rat von: „Schlitzohrig- und Gehässigkeiten“, „Schweinerei und Innere Anständigkeit“

„Hier fehlen heute nur noch die Waffen“ so kommentierte eine Zuhörerin die öffentliche Sitzung des Rates der Stadt Hallenberg im Pfarrheim Liesen. In der Tat: Was eine solche Sitzung noch mit dem Bemühen um das Gemeinwohl zu tun hat, bleibt die große Frage. In Liesen jedenfalls wurde alles andere als dieses Bestreben deutlich. Da beschimpfte man sich gegenseitig, da war von „Unterschlagungen“ die Rede, von „Gehässigkeiten“ von „Schlitzohrigkeit“ und „Schweinerei“. Und ganz nebenbei wurde auch einmal davon gesprochen „mit möglichst viel Sachlichkeit die Legislaturperiode über die Bühne zu bringen“ Hauptstreitpunkte: Die von der CDWG-Fraktion beantragte Erweiterung des Rechnungsprüfungsausschusses und die Heizungsanlage im Schulzentrum. Bürgermeister Kleinsorge warf der CDWG vor, nach über vier Jahren und kurz vor der Kommunalwahl einen solchen Antrag nur zu stellen um Unruhe zu stiften. Dagegen Franz Ludwig „Uns geht es nicht um die die Zahl der Ausschussmitglieder, sondern um innere Anständigkeit. Mit viel Schlitzohrigkeit haben sie den Ausschuss bisher über die Zeit gebracht“ Nach langer Diskussion dann die Abstimmung: Mehrheitlich sagte der Rat zur Erweiterung des Ausschusses um ein CDWG-Mitglied „Ja“. Wofür das gut sein soll? Diese Frage blieb unbeantwortet. Nur eines wurde gesagt: „Vor der Wahl kommt der Ausschuss wohl nicht mehr zusammen“. Zweiter Streitpunkt im Rat; Die Heizung im Schulzentrum. Hier war vom kalten Wasser die Rede, das seine Ursache in der Fehlplanung eines Ingenieurbüros haben soll. Von Geschäftsschädigung durch Ratsmitglieder in früheren Sitzungen wurde gesprochen, von mangelnder Leistung und Vertragsverletzung. Erregt und heftig wurde diskutiert. Dabei wechselten die Fronten zwischen Fraktionen, Verwaltung und dem Planer der Heizungsanlage. Einmal ging es darum ob die Heizung klappte oder nicht, im nächsten Augenblick um die Stärke der Fundamente und Sekunden danach um undichte Fenster und Türen. Das Thema Heizung wurde über eine Stunde lang erörtert. Vom Tisch ist es aber nicht. Sachverständige werden eingeschaltet. Im Raum bleibt der Vorwurf der Geschäftsschädigung. Im Raum bleibt aber auch eine blamable Sitzung des Rates der Stadt Hallenberg (Westfalenpost März 1984)

Vor 30 Jahren

CDU wartet mit verjüngter Mannschaft auf

Mit einer verjüngten Mannschaft tritt die CDU zur Kommunalwahl an. Im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederveranstaltung nominierte der CDU Ortsverband die Kandidaten für die Kommunalwahl. Die Wahl verlief in sachlicher Atmosphäre, das zeigt nicht nur die Eindeutigkeit der Wahlergebnisse, sondern auch die Tatsache, dass in 3 von 6 Wahlbezirken kein Gegenkandidat antrat. Sechs Kandidaten wurden erstmals nominiert, 5 davon als Direktkandidaten. Die neuen Kandidaten sind zwischen 39 – und 42 Jahre alt. Unter Ihnen ist auch eine Frau und das hat es im Stadtrat bisher noch nicht gegeben. Die 5 neuen Kandidaten sind Rita Schnorbusch, Alfons Dielenhein, Gerhard Paffe, Michael Kronauge und Pino Mazarese. Sie hoffen, dass ihre Nominierung Signalwirkung auf die Ortsverbände im Liesen, Hesborn und Braunshausen hat und sich auch dort jüngere und neuere Kandidaten zu Verfügung stellen. (WP vom März 1994)

Vor 10 Jahren

Leander Dietrich ist ein stiller Genießer. Auch beim Vorgespräch für diesen Artikel nur wenige Stunden vor dem entscheidenden Finale der Doku-Serie des Privatsenders Vox ließ er sich nicht die leiseste Andeutung entlocken, welches der 4 teilnehmenden Hotels aus der vergangenen Woche letztlich das Rennen um die Siegprämie von 3000 Euro gemacht hat. Gleich zwei Sauerländer Hotels standen schließlich auf dem Siegertreppchen. Klarer Gewinner war das Hotel Diedrich aus Hallenberg und den dritten Rang erreichten Dirk Engemann und Joscha Bramberg vom Hotel Astenblick. Leander und Benjamin Dietrich äußerten sich sehr zufrieden über die aus 180 Drehstunden ausgewählten Filmausschnitte, die sie vor der Ausstrahlung auch nicht kannten. „Es ist Wahnsinn, wie viele positive Rückmeldungen über unseren Fernsehauftritt wir in den letzten Tagen von Freunden und Gästen, ja sogar von fremden Menschen bekommen haben. Dass es auch anders laufen kann, spüren gerade die eigentlich Zweitplatzierten aus Bad Sassendorf, die mit ihrem Benehmen vor der Kamera auf deutliche Ablehnung bei den Zuschauern stießen. Das Finale haben die Dietrich-Brüder am Freitag zusammen mit Gästen und Mitarbeiter in ihrer Gaststube gesehen. „Von dem Prämiengeld machen wir ein großes Mitarbeiterfest, denn unsere Leute hatten die eigentliche Arbeit beim Dreh. Das Filmteam hat 2 Tage lang den kompletten Hotelablauf durcheinandergebracht und unsere Mitarbeiter haben, dass alles aufgefangen“ erzählt Leander Dietrich. Großer Werbeeffekt. Die taktisch und sicher nicht immer objektiv verteilten Punkte der Mitbewerber sind das eine, ganz klar gewonnen haben aber beide Sauerländer Hotels, was den Werbeeffekt für die Region und die Gunst des Publikums angeht. Das spiegelt sich gerade besonders deutlich in den vielen positiven Facebook-Kommentaren wieder. Also, volle Punktzahl für die sympathischen und schlagfertigen Gastgeber vom Hotel Diedrich und vom Hotel Astenblick. (Bericht Rita Maurer März 2014)

Zusammengestellt vom Förderverein Hallenberg

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