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ÜBERdasLEBEN oder meine Geburtstage mit dem Führer

Ein Theaterstück vom Unrechtssystem des NS-Staates aus der Sicht der neun Jahre alten Anni

Am 8. Mai, 79 Jahre nach der Kapitulation der Wehrmacht und dem damit verbundenen Ende des 2. Weltkrieges in Europa, führte das mobile Kinder- und Jugendtheater theaterspiel mit Sitz in Witten das Stück "ÜBERdasLEBEN oder meine Geburtstage mit dem Führer" an der Sekundarschule Medebach-Winterberg am Schulstandort in Medebach auf.

Auf der Grundlage von Zeitzeugenberichten erzählt das Stück anhand der neunjährigen Anni vom Unrechtssystem des NS-Staates und darüber, wie ihre Freunde und ihre Familie mehr und mehr in den Strudel der historischen Ereignisse geraten.

Beginnend mit Hitlers Machtübernahme 1933 ändert sich Annis Leben grundlegend. Anfangs nur durch Auflehnung gegen die Gleichmacherei und die unmenschliche Verfolgung u.a. der Juden und andersdenkender Menschen wie ihrem Vater, tritt die Gruppe um Anni mehr und mehr in den aktiven Widerstand.

Als Anni dabei jedoch gefangen genommen wird, entwickelt sich ihr Kampf um ein gerechteres Leben zu einem Kampf ums Überleben.

Mit Live-Musik, Schauspiel und Tanz taucht das Stück ein in diese bewegende Zeit, erzählt von Schicksalen, Freundschaft und Feindschaft und verdeutlicht, dass es nötig ist, jeden Tag für Demokratie und Menschlichkeit einzutreten – auch heute noch.

Das fünfköpfige Ensemble hat es durch die hervorragende Umsetzung dieses besonderen Themas geschafft, die 95 Schülerinnen und Schüler emotional in den Bann zu ziehen und nachdenklich zu machen.

In der Nachbesprechung mit den Schauspieler:innen erinnerten sich einige von ihnen an Erzählungen aus ihren Familien, wie diese den Terror des NS-Staates erlebt beziehungsweise überlebt haben.

Widerstand zu leisten gegen Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit ist ein Thema, das heute wieder so aktuell ist, wie es damals war. Ein Thema, das gerade Jugendliche bewegt, die nach Orientierung suchen.

Die Kinder- und Jugendförderung des Hochsauerlandkreises hat die finanzielle Unterstützung dieses Theaterprojektes übernommen, ohne die solche Präventionsmöglichkeiten an Schulen kaum möglich wären.

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