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Gefeierte Premiere der Päpstin

Vor 70 Jahren

Bei Nachbar Alberti ist ein Junge angekommen. Erwin. Hochzeit von Maurermeister Leonhard Müller (Orsches) und Fräulein Assmuth aus Medebach im neuen Haus. Die Prozession geht am Fronleichnamssamstag bei herrlichem Wetter vor dem Josefshaus her über die Aue zur Unterkirche. Die Freilichtbühne eröffnet ihr Spiel “Der Bettler vor dem Kreuze”. Der Dichter des Dramas Paul Wanner sprach einleitende Worte und dann Amtsdirektor Wienand. 24 Grad im Schatten. Die Hitze war unerträglich, die Aufführung erstklassig. Die Kapelle im Josefshaus wird renoviert. Mit den Arbeiten des neuen Fußbodens in der Pfarrkirche wird begonnen. Die Bänke werden in die Schützenhalle gefahren, wovon nun an die Heilige Messe gelesen wird. Bei dem Aufräumungsarbeiten in der Kirche vor dem Chor wurde das Grabmal eines Geistlichen aus dem 15 Jahrhundert aufgefunden. Willi Kronauge fotografierte alles. Drucksachen werden um 3 Pfennig teurer. (Chronik der Sophie Willmsen vom Juni 1954)

Abschluss der Saison 1954 auf dem Marktplatz. Foto Edelgard Platte

Vor 30 Jahren
Stadt spart 900.000 Mark
Kompromiss mit der Kirche entbindet von Verpflichtungen

Der Stadt Hallenberg sind 900.000 Mark sozusagen erlassen worden. Die Kirche hat nämlich darauf verzichtet, dass die Stadt vollständig Kosten von 1,2 Millionen Mark für geleistete Arbeiten an kirchlichen Gebäuden in Hallenberg und Hesborn trägt. Für alle diese Arbeiten die bis zum 28 Februar 1987 angefallen sind, zahlt nun die Kirche die Hälfte der Summe, also 600.000 Mark. 300.000 Mark begleichen jeweils die Stadt Hallenberg und das Land NRW. Die Regelung, die auf einen Vergleichsvorschlag des Oberverwaltungsgerichts beruht, sieht so aus, dass die Stadt die 300.000 Mark in 10 Jahresraten zahlt. Außerdem löst sie in zehn Jahresraten die Kirchenbaulasten über einer Summe von 225.000 Mark für die Pfarrhäuser in Liesen und Braunshausen ab. Beide Regelungen hat jetzt der Rat der Stadt beschlossen. Die Stadt hat damit durch die Beteiligung des Landes und durch ein Entgegenkommen auf kirchlicher Seite die Möglichkeit genutzt, sich von einer bestehenden Gefahr dauernder finanzieller Belastungen zu befreien. Nach der gesetzlichen Grundlage hätte nämlich die Stadt auch in Zukunft für sämtliche Arbeitskosten an bestimmten kirchlichen Gebäuden aufkommen müssen. In Hallenberg wären davon der Kirchturm, die Unterkirche und das Pfarrhaus betroffen gewesen. In Hesborn der Kirchturm, das Pfarrhaus und die Kirchplatzmauer. Die alte Regelung bot ein schier unerschöpfliches Reservoir für Prozesse zwischen der Kirche und den Städten Die Rechtsquellen für sogenannte Kirchenbaulasten reichen weit bis ins 16 Jahrhundert zurück. In dieser Form sind sie auch heute noch rechtlich gültig. Abgesehen von kleinen Änderungen: (WP vom 22.6.94)

Kusch-Stuhl ragt 10 Meter hoch

Rund 10 Meter ragt er in die Höhe und wird von Gästen und Bürgern gleichermaßen bestaunt. Die Rede ist von dem 7 Tonnen schweren Stuhl, der rechtzeitig zum Jubiläum der Firma Kusch im Gewerbegebiet Lembach aufgestellt wurde. Die Firma Siepe aus Hallenberg hat den Stuhl original- und maßstabsgetreu (12,4:1) gefertigt. Selbst geringfügige Details des kleinen Bruders wurden bei der Fertigstellung des Kunstwerkes, das in der Bundesrepublik wohl einmalig ist, berücksichtigt. Im Rahmen einer Betriebsbesichtigung präsentierte Firmenchef Dieter Kusch den Jubiläumsgästen stolz, das gigantische Bauwerk (WP 27.6.97)

Vor 20 Jahren
Liesen baut auf den Nachwuchs bei der Löscharbeit

Nach einem halben Jahr Probezeit war es endlich soweit, die Jugendfeuerwehr konnte feierlich eingeweiht werden. Im Herbst des vergangenen Jahres war die Löschgruppe Liesen an die Stadt Hallenberg herangetreten mit dem Wunsch nach der Gründung einer Jugendfeuerwehr. Auch wenn die Idee auf Zustimmung stieß so wollte sich die Stadt doch vergewissern, ob es sich hierbei nicht um eine vorübergehende Laune der Jugendlichen handle. Über ein halbes Jahr trafen sich die Jugendlichen alle 14 Tage und die Teilnahme riss nicht ab. Daher wurde am Samstag im Gerätehaus die Jugendfeuerwehr von Stadtbrandinspektor Albert Winter eingeweiht. Bürgermeister Michael Kronauge freute sich über den Einsatz der Jugendlichen, hofft aber für die Zukunft, dass sie auch ohne viele Einsätze bei der Stange bleiben. Kreisjugendwart Uwe Schwarz lobte die schnelle Umsetzung und empfand es als sehr positiv, dass bereits alle 23 Mädchen und Jungen mit einer Uniform ausgestattet sind. Er ergänzte, dass Liesen die 56. Jugendfeuerwehr im Kreis sei und mit ihren 23 Mitgliedern auch die stärkste im Stadtgebiet. Da für die Jugendlichen aber erstmal der Spaß im Vordergrund stehen soll überreichte er dem Vorsitzenden der Jugendfeuerwehr. Uwe Isenberg, einen Fußball. WP-Bericht Thorsten Ante v. 12.6.2004

Auch kleine Ortschaften können etwas bewegen

Bei strahlend blauem Himmel konnten die Lieser am vergangenen Samstag den neuen, kreisrunden Dorfmittelpunkt neben der Dorfkirche einweihen. Noch vor einem Jahr störte der Flachdachpavillon in dem das Verkehrsbüro untergebracht war das Erscheinungsbild. Im August 2003 herrschte große Freude als der Zuwendungsbescheid in Höhe von 84.650 € überreicht wurde und man endlich Hand anlegen durfte. Nun zieren Grauwackesteine aus dem städtischen Steinbruch das Grundstück, sie wurden in historischem Gefüge verarbeitet und. eine niedrige Einfriedungsmauer rahmt den kreisrunden Platz. Am Samstag konnte Ortsvorsteher Bernhard Hilgenberg die zahlreichen Gäste, u.a. Pastor Wilke, Bürgermeister Kronauge, die Ratsmitglieder, den leitenden Regierungsvermessungsdirektor Meinolf Nies vom Amt für Agrarordnung, Soest, Architekt Eckhard Lohmann sowie Mitglieder des Regionalvereins begrüßen. Hilgenberg dankte allen Helfern und dem städtischen Bauhof für ihren Einsatz und betonte “Auch kleine Ortschaften können etwas bewegen”. Auch Bürgermeister Michael Kronauge lobte den Einsatz der Lieser Bürger. “Was Mithilfe und Eigenleistung angeht, sind die Lieser vorbildlich. Die Lieser Bürgerschaft identifiziert sich stark mit ihrem Ort und dessen Entwicklung Das kann man an vielen Projekten, die gemeinsam von Stadt, Dorfgemeinschaft und Bürgerverein durchgeführt werden sehen. Ziel der Lieser ist es, aus Liesen ein Erlebnisdorf für Kultur und Natur zu machen und auf dem Weg dahin haben wir heute ein wichtiges Etappenziel erreicht”. Nachdem Pastor Wilke den Segen ausgesprochen hatte konnte gefeiert werden und da hatte sich der Bürgerverein wirklich eine Menge einfallen lassen Das Feuerwehrschlauch-Kegeln wurde zur Herausforderung für Jung und Alt und auf der gesperrten Hauptstraße konnten die Kleinsten ihre Schumi-Qualitäten beim Bobby Car-Rennen oder beim Kettcar-Rennen unter Beweis stellen. Am frühen Abend konnten die erfolgreichsten Rennfahrer ihrer verdienten Pokale entgegennehmen. Gewonnen haben beim Bobby-Car-Rennen (bis 6 Jahre) Erster Platz Dominik Harbeke, vor Pascal Dollberg und Nils Hilgenberg. Beim Kettcar-Rennen (7-10 Jahre) haben gewonnen Christian Gewehr, vor Alisa Berkenkopf und Maike Schnorbus und in der Gruppe der Jugendlichen von 11-16 Jahren Sebastian Becker, vor Nadja Berkenkopf und Fabian Tausch. Ein wirklich gelungenes Fest auf dem neuen einladenden Platz, wo noch viele fröhliche Feste folgen werden (Rundblick Juni 2004 von Kerstin Glade).

Vor 10 Jahren
Gefeierte Premiere der Päpstin

Mit minutenlangen stehendem Beifall feierten die über 1200 Zuschauer die Premiere des Historiendramas “Die Päpstin” auf der Hallenberger Freilichtbühne. Zur Eröffnung des Erwachsenenstückes sprach der CDU Landesvorsitzende Armin Laschet. Er lobte das große ehrenamtliche Engagement in einer der kleinsten Städte NRWS. “Wir haben viel Kultur in unserem Land, aber was hier geleistet wird ist es wert landesweit gewürdigt zu werden”. Mit der Päpstin habe die Bühne ein Stück gewählt, das in vielen Aussagen dieselbe Zielrichtung verfolge wie Papst Franziskus: Bescheidenheit, Demut, weniger Prunk und Besinnung auf das Wesentliche. In der Pause trug er sich in das Goldene Buch der Stadt Hallenberg ein.”Was ich gesehen habe hat mich begeistert und gefesselt. Unglaublich” so Laschet.

Abschied nach 10 Jahren
Pfarrer Karl-Heinz Graute verlässt Hallenberg

Für alle Katholiken und kirchliche Gremien in Hallenberg, Liesen, Hesborn und Braunshausen überraschend hat Pfarrer Karl Heinz Graute am vergangenen Wochenende seinen Weggang aus dem Pastoralverbund Hallenberg und den Wechsel in den pastoralen Raum des Lübecker Landes verkündet. Der Antritt der neuen Stelle ist für August vorgesehen. Auf eigenen Wunsch verlässt Pfarrer Graute nach 10 Jahren Hallenberg. “Ich möchte mich im Alter von fast 50 Jahren noch einmal einer neuen Herausforderung stellen.” Mit diesen Worten informierte Pfarrer Graute am Sonntag die überraschten Gottesdienstbesucher. “Ich war sehr gerne hier. Mein Wechsel hat nichts mit einer persönlichen Enttäuschung oder gar mit einem Ärgernis zu tun” führte er weiter aus. Erzbischof Franz Josef Becker hat seine Bewerbung angenommen und ihn zum Leiter des Pastoralen Raumes Lübecker Land mit Espelkamp, Lübbecke und der Pfarrvikarie Preußisch Oldendorf ernannt: Pfarrer Dr. Achim Funder aus Medebach wird voraussichtlich ab August 2014 neuer amtlicher Pfarrverwalter des Pastoralen Verbundes Hallenberg sein. Nach dem Weggang von Pfarrer Graute ist ein nachfolgender Priester nach einer Stellenausschreibung in Hallenberg vorgesehen. Die Gemeinden des Pastoralen Verbundes Hallenberg allerdings bedauern den Weggang von Pfarrer Graute sehr. (Bericht Helmut Japes)

Zusammengestellt vom Förderverein Hallenberg

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