StartSportBob- und SchlittenDie Bahn in Winterberg steht

Die Bahn in Winterberg steht

Der EBERSPÄCHER Rodel-Weltcup startet in Winterberg in die olympische Wintersaison 2025/2026. Eigentlich sollte in Innsbruck gestartet werden, aber Fehler beim Umbau vereitelten einen ordnungsgemäßen Ablauf, so dass das Sportzentrum Winterberg (SZW) als Betreiber der VELTINS-EisArena einsprang. Bei der Pressekonferenz im Vorfeld des Weltcups sagt daher SZW-Geschäftsführer Stephan Pieper: „Wir sind eine große Familie und versuchen, uns gegenseitig zu helfen.“ Mit den Mitarbeitern des Sportzentrums sind auch wieder zahlreiche Helfer des BRC Hallenberg im Einsatz.

Dankbar für die schnelle Hilfe aus dem Sauerland ist Rodel-Bundestrainer Patric Leitner. Er erklärt: „Wir haben schnell reagieren müssen, als wir erfahren haben, dass Winterberg Austragungsort ist. Wir haben noch zwei Tage einen Kurzlehrgang in Oberhof gemacht und sind dann hierhin gefahren und haben hier trainiert. Es ist ja auch eine Olympiaqualifikation. Ich wollte, dass alle gleiche Bedingungen haben und dass wir nochmal fahren können in Winterberg.“ Immer etwas Besonderes ist der Start auf ihrer Heimbahn für die aus Silbach stammende Rodlerin Cheyenne Rosenthal, die im Doppelsitzer mit Jessica Degenhardt an den Start geht. Nach dem Testrennen in der Woche auf der Olympiabahn zuvor in Cortina d’Ampezzo, was aus Sicht von Degenhardt/Rosenthal mit Platz elf enttäuschend verlief, betont Rosenthal: „Es geht nicht nur um das große Rennen am Ende, sondern um jedes einzelne Rennen für sich. Wir probieren, neu anzugreifen.“ Ihren Fokus auf jeden Weltcup legt auch das deutsche Doppelsitzer-Duo Tobias Wendl/Tobias Arlt. „Wir rechnen nicht mit Medaillen. Wir wollen das Beste geben. Wenn das Material passt und unsere Fahrten passen, dann kann was dabei herauskommen“, sagt Tobias Arlt, der mit seinem Partner vor einem historischen Winter steht. Sollte bei Olympia eine weitere Medaille erzielt werden, würden die bisherigen sechsfachen Olympiasieger die erfolgreichsten deutschen Wintersportler bei Olympia sein.

Julia Taubitz, die im Vorwinter Europameisterin in Winterberg wurde, sagte vor dem Rennwochenende: „Ich will meine besten Läufe zeigen. Schauen wir mal, was herauskommt.“ Max Langenhan, wie Taubitz Vorjahres-Gesamtweltcup-Sieger, möchte in Winterberg den Grundstein für eine erneut erfolgreiche Saison legen. Er weist darauf hin, dass er für den Gesamtweltcup die ganze Saison gut sein muss: „Bei Olympia brauchst du zwei gute Tage. Natürlich ist die Wertigkeit von Olympia höher.“ Nach starken Leistungen in Italien und zum Abschluss des Vorwinters liegt in dieser Saison ein größerer Fokus auf Merle Fräbel, die erklärt: „Ich freue mich, in Winterberg zu sein. Da hat es die Familie näher als nach Innsbruck.“

Seine Familie gerne dabeigehabt hätte Felix Loch vom RC Berchtesgaden, was in Innsbruck für den Bayer gegangen wäre, „nach Winterberg ist es etwas schwieriger mit zwei schulpflichtigen Kindern.“ Er ergänzte: „Wir müssen froh sein, dass wir den ersten Weltcup „normal“ starten können.“

Lisa Schulte und Jonas Müller ©Dietmar Reker

Auf jeden Fall hätten die Österreicher Innsbruck präferiert, auch wenn sie wie Europameister Jonas Müller große Erfolge in Winterberg feierten. Er meinte: „Schade, dass wir keinen Heimweltcup haben, aber Winterberg ist für mich ein guter Ersatz.“ Ähnlich wie Müller peilt seine Teamkollegin Lisa Schulte eine Top-Drei-Platzierung an. Nach dem Ausfall der gesperrten österreichischen Nummer 1, Madeleine Egle, sagt Schulte: „Ich möchte mich für die Olympischen Spiele qualifizieren und dort um die Medaillen mitfahren.“ Der Deutsche Georg Hackl aus dem österreichischen Trainerteam ergänzt: „Wir freuen uns auf schöne Wettkämpfe in Winterberg.“

Sonntag, 11. Januar 2026

Eberspächer Rodel-Weltcup
10:35 Uhr 1. Wertungslauf Damen
12:15 Uhr 2. Wertungslauf Damen
13:50 Uhr Eberspächer Team-Staffel Weltcup presented by BMW

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