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Verkehrsverein plant Zukunft

Auf der turnusmäßigen Jahresversammlung des Heimat- und Verkehrsvereins Neuastenberg wurde Bilanz 2025 gezogen. Tagungsort war das Hotel Gasthof zur Post in Neuastenberg. Neben den 25 Mitgliedern konnten auch der Geschäftsführer der WTW Winterberg, Winfried Borgmann, sowie der Ortsvorsteher, Sebastian Wilhelm, begrüßt werden.

Als tourismusstärkster Ortsteil nach der Kernstadt war die Bilanz von Neuastenberg mit Lenneplätze insgesamt stabil bei einem leichten Rückgang der kurtaxpflichtigen Übernachtungen. Rd. 150.000 Übernachtungen in über 2000 Gästebetten und zehntausende Skigäste zeigen die enorme Bedeutung des Tourismus. Das Resümee des vergangenen Winters 25/26 war mit 72 alpinen Saisontagen und rd. 20 nordischen Skitagen noch besser als der ebenfalls gute Vorwinter. Als Hauptproblem stellen sich weiterhin die Energiekosten für die Beschneiung des Skigebietes dar, die allein von der Liftgesellschaft getragen werden. Zur Abfederung leistet der Verkehrsverein hier einen Zuschuss zu den Stromkosten.

Alle Veranstaltungen des Winters konnten stattfinden.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde der Kassenbericht vorgestellt, der letztlich die Grundlage für die finanzielle Bewältigung der Vereinsplanung ist. Die Versammlung stimmte den Vorlagen einstimmig zu.

Bei den außerordentlichen Vorstandswahlen standen die Neuwahlen des 2. Vorsitzenden sowie des Geschäftsführers an. Beide waren zurückgetreten, um den Weg für einen Generationswechsel im Vorstand freizumachen. Für Michel Vogel wurde Timo Steinhausen einstimmig gewählt.

Meinolf Pape gab als Geschäftsführer ebenfalls sein Amt auf, das er 36 Jahre seit 1990 innehatte. Er war damit nach Herbert Basedow der 2. Geschäftsführer in der 70-jährigen Geschichte des Vereins. Das Amt übernimmt Julian Pape mit einstimmiger Bestätigung.

Bei der kleinen Laudatio wurden die Eckpunkte der langen Vorstandsarbeit nochmals aufgezeigt.

  • 1992: Gründung des Fördervereins Westdeutsches Wintersportmuseum
  • 1997: Ernennung zum staatlich anerkannten Luftkurort
  • 1999: Eröffnung Westdeutsches Wintersportmuseum
  • 2001: Gründung Wintersport-Arena Sauerland mit Pilotprojekt Postwiese
  • 2007: Orkan Kyrill
  • 2011: Verkehrsverein wird Heimat- und Verkehrsverein
  • 2012: Eröffnung Kletterfels Steinkuhle sowie Sesselbahn Osthang
  • 2013: Jubiläum 300 Jahre Höhendörfer
  • 2014: Profilierung zum Skidorf Neuastenberg sowie Bau und Eröffnung Landschaftskino Gerkenstein, eines der Seelenorte des Sauerlandes
  • 2017: Verkehrsverein unterstützt Stromkosten für Beschneiung des Skigebietes
  • 2020: Corona-Pandemie mit Lockdown Skigebiet Winter 20/21
  • 2022: Start Planung und Förderprojekt Wintersportmuseum NEU, Einführung Dorf-Cent
  • 2023: Zuschlag Förderprogramm „Heimatzeugnis“ und Radweg – Eröffnung über den Kahlen Asten
  • 2024/25: Umplanung Museum zum Verbleib im Schultenhof
  • 2026: Zuschlag Leaderprojekt „Kletterfelsen Steinkuhle“, Umzug Tourist-Info in den Schultenhof

Neben den beiden Vorstandsmitgliedern wurden auch die Mitarbeiterinnen im Verkehrsbüro verabschiedet, die 35 Jahre den Job gemacht haben. Dafür gab es auch großes Lob. Von der Versammlung bestätigt für den Projektbegleiter des Umbaus wurde dann Meinolf Pape, der sich auch weiterhin um die Wanderwege kümmert (Wegwart).

Als „Mammutprojekt“ vorgestellt wurden dann die Pläne zur Umgestaltung des Gebäudes für das Neukonzept des Wintersportmuseums in Kombination mit der Tourist-Info, Raum des Gastes/Multifunktionsraum und Büroräume. Aktuell wird der Kostenbedarf ermittelt, um den Bauantrag einreichen zu können. Dem wird die Umsetzung des Förderprojektes Wintersportmuseum folgen.

Der Haushaltsplan bis 2028 sieht dann neben der Pacht des Gebäudes auch die Investitionen in den Umbau vor. Eigene Mittel stehen dafür aus der Rücklage bereit. Barrierefreie Toiletten und ein Plattformlift nach oben werden Teil der Förderung des Museums sein.

Das Sommerkonzept für das Skigebiet und dessen Förderung ist abgelehnt worden. Für die Nutzung der Winter-Rodelbahn für Mountaincarts im Sommer wurde u. a. eine Artenschutzprüfung auferlegt. Dies ist nicht nachvollziehbar, da ein bestehender befestigter Weg benutzt wird und der Auftransport mit einem bestehenden Lift erfolgt. Eine Sommernutzung wird aktuell nicht weiterverfolgt.

Zum Abschluss betonten Winfried Borgmann und Sebastian Wilhelm die Bedeutung des Verkehrs- und Heimatvereins und die getätigte Arbeit für die Gäste, aber auch für das Dorf.

Mit der Dorfgemeinschaft zusammen ist in den letzten Jahrzehnten viel erreicht worden.

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