StartHochsauerlandkreisWinterbergStadt Winterberg erhält Förderbescheid für Wald-Erlebnis und -Lernort am Kreuzberg

Stadt Winterberg erhält Förderbescheid für Wald-Erlebnis und -Lernort am Kreuzberg

Aus einer vom Borkenkäfer gezeichneten Fichtenfläche am Kreuzberg wird ein Ort, an dem Kinder und Erwachsene den Wald neu entdecken können: Die Stadt Winterberg hat einen Förderbescheid für den geplanten Wald-Erlebnis- und -Lernort erhalten. Das Land unterstützt das Vorhaben mit 104.958 Euro und deckt damit 70 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben von 149.940 Euro ab. Den verbleibenden Eigenanteil von 44.982 Euro trägt die Stadt aus eigenen Haushaltsmitteln, die bereits im Haushalt eingeplant waren.

Von einer Waldschadenfläche zum Lernort
Die ca. 2 ha große Fläche am Kreuzberg ist derzeit von abgestorbenen Fichten geprägt, Folge von Trockenheit und Borkenkäferbefall der vergangenen Jahre. Aus dieser Waldschadenfläche entwickelt die Stadt Winterberg gemeinsam mit dem städtischen Forstbetrieb einen naturnahen Erlebnis- und Lernort mit vielfältigen Spiel-, Erlebnis- und Lernangeboten. Nachdem der Bescheid vorliegt, stehen als Nächstes die Detailplanung und die Ausschreibung der Arbeiten an.
Anders als ein klassischer Spielplatz steht dabei nicht das freie Spielen im Vordergrund, sondern das Lernen und Erleben in der Natur. Der Wald-Erlebnis- und Lernort soll Kindern und Jugendlichen die Themen Wald, Waldnutzung, Artenvielfalt und Klimawandel auf anschauliche Weise näherbringen. Kitas und Schulen werden ihre Ideen und Perspektiven in die weitere Ausgestaltung einbringen, damit ein Lernort entsteht, der sich an den Bedürfnissen der jungen Nutzerinnen und Nutzer orientiert und für Bildungsangebote im Freien genutzt werden kann.
Für die Umsetzung sind rund zwei Jahre vorgesehen. Ziel ist es, den Wald-Erlebnis- und Lernort spätestens bis Mitte 2028 fertigzustellen. Das Vorhaben ist Teil der Winterberger Nachhaltigkeitsstrategie.

Ein Ort für Schulen, Familien und Klimabildung
Der Lernort richtet sich vor allem an Schulen und Kindergärten, steht aber ebenso Familien, Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen offen. Er soll Umweltbildung unmittelbar erlebbar machen und zugleich zeigen, wie eine durch den Klimawandel geschädigte Waldfläche sinnvoll neu genutzt werden kann.
„Aus einer vom Klimawandel gezeichneten Fläche machen wir einen Ort, an dem die nächste Generation den Wald mit allen Sinnen erleben kann. Hier wird Klimabildung greifbar und Naturwissen lebendig vermittelt. Das ist eine Investition in die Zukunft unserer Kinder und zugleich ein konkreter Beitrag zum Klimaschutz. Besonders freue ich mich, dass unsere Kindertagesstätten und Schulen ihre Ideen und Perspektiven in die Gestaltung einbringen. So entsteht ein Lernort, der von Anfang an gemeinsam mit den Kindern gedacht und entwickelt wird“, sagt Bürgermeister Michael Beckmann.

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